Recycling von Weißblech vs. Kunststoff

Was ist Weißblech ?

Weißblech ist dünnes Stahlblech, das durch Kaltwalzen auf eine Dicke von 0,100 bis zu 0,499mm gebracht und anschließend elektrolytisch mit Zinn beschichtet wird. Weißblech ist beliebig oft, unendlich oft und ohne Minderung der Qualität recycelbar. 

Vorteile von Weißblech :

Verpackungen aus Weißblech sind permanent nutzbare Materialien die ohne Verlust ihrer Eigenschaften unendlich oft recycelt und wiederverwendet werden können. Sie haben ein geringes Gewicht, sind stabil und flexibel und können in jede Form gebracht werden, die für Behälter und Verpackungen benötigt werden. Damit sind sie ideale Kandidaten für die Zweitproduktion oder die Rückgewinnung nach dem Recycling. Die Verwendung von Weißblech 

- reduziert die Schäden an Wäldern,

- mindert die Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung,

- spart Platz auf Deponien und

- reduziert den Klimawandel, wenn die Emissionen reduziert werden,

Konkret in Zahlen bedeutet dies, Weißblech

- reduziert den Energieverbrauch um rund 60% im Vergleich zur Herstellung von Neumaterial,

- verhindert rund 86% der Luftemissionen und rund 76% der Wasserverschmutzung,

- reduziert die Verschwendung im Bergbau um bis zu rund 97% und

- spart rund 40% des Wassers während der Produktion.

Weißblech Recycling.jpg

In Europa ist Weißblech das am häufigsten recycelte Material. Länder wie Deutschland, Niederlande, Belgien, Schweiz und Spanien haben mehr als 90% der Stahlrückgewinnung erreicht. Dies geschieht dank der magnetischen Eigenschaften des Werkstoffs.

Weißblech Recyclingkreislauf.jpg

Das Problem mit Kunststoffverpackungen

Die Abfallwirtschaft bleibt das Hauptproblem bei Kunststoffverpackungen. Weniger als 30% der Kunststoffverpackungen werden in Europa recycelt. Davon landen 31% auf Deponien und 39% werden einfach zur Energiegewinnung verbrannt.

 

HDPE kann ohne Qualitätsverlust nicht beliebig recycelt werden. Dies liegt darin das HDPE nicht sortenrein und Farbrein getrennt werden kann. Die minderwertigen Fraktionen können dann nur in unkritische Produkte wie z.B. Sitzbänke, Abwasserrohre etc. eingesetzt werden.

 

Darüber hinaus landen Kunststoffabfälle in den Ozeanen und machen 80% der Meeresabfälle aus.

Kunststoffabfälle haben sich im Mittelmeer, im Arktischen Ozean und in der Europäischen Exklusivwirtschaftszone angesammelt und betreffen Tourismus, Schifffahrt und Fischerei. Darüber hinaus wird der größte Teil der Kunststoffabfälle in Entwicklungsländer exportiert, um dort recycelt zu werden, was unter unsicheren Bedingungen zu gesundheitlichen Problemen,em für die dort lebenden Menschen führt. 

Umweltauswirkung von Kunststoffen:

Kunststoffe können in winzige Partikel (Mikroplastik) zerfallen, die 10 bis Tausende von Jahren brauchen können, um sich im Meer und auf Deponien vollständig zu zersetzen. Im laufe dieser Zeit,

- werden Millionen von Meerestieren sterben, weil sie Kunststoff und Mikroplastik konsumieren und nicht verwerten können.

- Nahezu 700 Meeresarmen werden durch Kunststoffe bedroht, viele davon sind schon jetzt dezimiert und ganze Lebensräume stehen auf

  dem Spiel.

- Schädliche Chemikalien wie Bisphenol A (BPA), ein Karzinogen, und Bisphenol S (BPS) oder Bisphenol F (BPF) können in Deponien und

  Ozeane ausgewaschen werden, was tödliche Folgen für Tiere und auch für Menschen haben kann.

Die Verwendung von Kunststoff verursacht versteckte ökologische, soziale und wirtschaftliche Kosten.

Quellen:

Fa. Rasselstein

www.desjardin.fr

www.awg.de